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Ortsteil Otterstedt

Einwohner:                     198

Ortsteilbürgermeister:    Herr Marco Krause

Beschreibung des Ortes

Die Höhenlage von Otterstedt beträgt ca. 240m NN und der geologische Untergrund besteht aus oberem Muschelkalk. Der Ort liegt südlich der Hainleite-Abdachung in einer abfallenden Hanglage. Südwestlich von Otterstedt, in ca. 500 m Entfernung hat sich die „Helbe“ tief in die umgebende Landschaft gegraben. Die umgebende Kulturlandschaft im nördlichen und östlichen Bereich wird durch großflächige Äcker geprägt und ist bis auf einige Feldwege, Obstbaumreihen und Gräben relativ strukturarm.

Im südlichen und westlichen Bereich zum angrenzenden Helbetal ist die Landschaft dagegen sehr strukturreich. Ackerland, Streuobstwiesen, Weideflächen, Magerrasen und Feldgehölze gliedern die Landschaft und bieten auch selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Von der Anlage ist Otterstedt ein Haufendorf mit überwiegend alten, gut erhaltenen und teilweise renovierten Fachwerkhäusern. Fast alle Häuser grenzen direkt an die Straße. Platz für Vorgärten und Grünstreifen ist vorwiegend an der Hauptstraße und im äußeren Dorfbereich. Die Innenhöfe sind überwiegend versiegelt oder gepflastert. Neubauten, welche meistens im Randbereich des Dorfes entstanden, fügen sich harmonisch in das Ortsbild ein. Die Kirche ist aus Naturstein erbaut und vom Friedhof,welcher einen alten Baumbestand aufweist, umgeben. Das gesamte Kirchhofgelände ist mit einer Natursteinmauer mit  Mauerkronen-und Fugenvegetation eingefasst. Sie ist allerdings schon in großen Teilen verfallen und müsste saniert werden. Im nördlichen Bereich des Ortes befindet sich ein Einzelanwesen mit einem kleinen Teich, der von einer Quelle gespeist wird.

Lage des Ortsteiles Otterstedt

Blick auf den Ortsteil Otterstedt
(Quelle: "Der Kyffhäuserkreis im Jahr 2010", Bildarchiv Röttig)

   
 
Blick auf die Kirche "St. Fabian und St. Sebastian" des Ortsteils Otterstedt
(Quelle: www.kyffhaeuser.de/lrakyf)
 

Kirche "St. Fabian und St. Sebastian" des Ortsteils Otterstedt mit kirchlichem Gemeindehaus

Die Kirche St. Fabian und St. Sebastian in Otterstedt

Die Kirche ist vermutlich sehr alt, jedoch weiß man die genaue Entstehungszeit nicht. Teile, die romanisch sind, lassen vermuten, dass das Gotteshaus aus dem Jahre 874 stammt. In anderen Orten ist die Kirche der zentrale Ort des kirchlichen Lebens, doch dies traf lange Zeit nicht auf die Otterstedter Kirche zu.
Nach der Neubesetzung der Pfarrstelle Anfang der 1960er-Jahre wurde bereits mit den Vorbereitungsar beiten für die Kirchenrenovierung begonnen jedoch blieb die Renovierung - obgleich es mehrmals neue, aber vergebliche Ansätze dazu gab - auf der Strecke. Zuletzt glich die Kirche einer Ruine, die Bewohner schämten sich, den Besuchern das Kircheninnere zu zeigen.
So war es auch kein Wunder, dass viele verärgerte Stimmen im Dorf zu hören waren. Als dann 1973 das Kirchspiel vakant wurde und somit der ständige Wechsel von Pfarrern begann, kam die Renovierung zum völligen Stillstand. Anlässlich der Bischofsbesuchstage im März 1981 bat man den Landesbischof um eine Besichtigung der Kirche. Er stellte fest, wie sehr der Gemeinde das Gotteshaus am Herzen lag. So sagte er ihr Unterstützung zu. Als am 10. Oktober 1983 die Vakanzverwaltung dem Pfarrer von Westerengel übertragen wurde, nahm Oberpfarrer Zwinkmann die Renovierung in die Hand. 1984 wurden bereits der gesamte Innenputz erneuert und die vorgesehenen Umbauten durchgeführt, so dass man die Kirche heute in vollem Glanz bewundern kann.
(Quelle: Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 24.07.2007)



 

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