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Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 31.12.2008 

Weibliche Droge Schuheinkauf (Auszug) 

Täglich gaben sie Anlass zum Schmunzeln, Nachdenken oder zur Empörung: die Zitate 2008. Hier eine Auswahl aus der langen Liste des Jahres. 

von Sascha HOLLANDS

KYFFHÄUSERKREIS (sh).
(…)
Und Großenehrichs Bürgermeister Maik Göllert (CDU) wusste Parallelen zwischen Lebensweisheiten und der Zukunft seiner Einheitsgemeinde zu ziehen: „Wenn ich heiraten will, suche ich mir eine Braut, mit der ich langfristig zusammenleben kann.“


Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 30.12.2008 

Kältester Tag des Jahres 

KIRCHENGEL (sh).
Frostige 6,7 Grad unter Null hat TA-Hobbymeteorologe Siegfried Weber aus Kirchengel gestern Morgen gemessen. Damit sei es gestern der kälteste Tag des Jahres in der Region gewesen, bestätigte er auf Anfrage. Auch am Tag wurde es kaum wärmer: Nur minus 5 Grad zeigte seine Messstation gegen 16 Uhr an. „Die Sonne kam nicht“, so Weber. Solche Temperaturen sind für den Dezember ihm zufolge nichts Ungewöhnliches. Allerdings fehlt der Schnee: „Zwei bis drei Zentimeter wären nicht schlecht“, so Weber.


Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 30.12.2008

Griff in die Geldbörse (Auszug) 

Steigende Gebühren und Tarife zu Beginn des nächsten Jahres in der Region / Kindergartengebühren sinken 

KYFFHÄUSERKREIS (sh).
(…)
Auch in der Stadt Großenehrich gelten ab 2009 eine Friedhofsgebühren. Ein Reihengrab schlägt statt 100 Euro mit 444 Euro zu Buche. Während der Erhöhungsbeschluss im Sondershäuser Stadtrat vergleichsweise geräuschlos über die Bühne ging, wurde in Großenehrich heftig über starke Verteuerung gestritten - erst im dritten Anlauf konnte sich Großenehrichs Bürgermeister Mai Göllert (CDU) - mit der Drohkulisse Kommunalaufsicht im Rücken - mit dem Vorhaben durchsetzen, aber nur knapp.
(…)


Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 22.12.2008

Noch kein Wahltermin

KIRCHENGEL (ehr).
Noch immer gebe es keinen Termin für die Wahl des Stadtbrandmeisters für die Einheitsgemeinde Großenehrich, erklärte Torsten Gottschalk, Wehrführer Kirchengels und potenzieller Anwärter auf den Stadtbrandmeisterposten, zum Lichterfest in Kirchengel. Dabei gebe es doch so viel zu tun. Für die Ortsteilfeuerwehren müsse eine Prioritätenliste für nötige Ausrüstungen und Einsatzkleidung, aber auch ein detaillierter Einsatzplan erarbeitet werden. Es gehe darum, bei Bränden, Havarien und Unfällen besonders an Wochentagen mehrere Wehren zu alarmieren, um die Gruppenstärken zu erreichen. Das könne er aber alles erst in Angriff nehmen, wenn er gewählt sei.


Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 18.12.2008

Streit um Grundsteuer

 

Ein Bewohner und die Stadt zanken sich um 371,92 Euro / Fronten verhärtet

 

Steffen Rost ist sauer. Im März kaufte er aus einer Insolvenzmasse ein Grundstück in Wenigenehrich. Laut seiner Lesart des Kaufvertrages übernahm er das Grundstück lastenfrei. Doch jetzt will aber die Stadt von ihm eine Grundsteuernachzahlung. Zu Recht, wie sie meint.

von Silvana Tismer


GROSSENEHRICH.
Seit dem Jahr 2003 ist das Grundstück nach einem Brand unbewohnt. Im März dieses Jahres kaufte Steffen Rost das brachliegende Gelände. „Im Notarvertrag wurde mir bescheinigt, dass das Grundstück lastenfrei übertragen wird“, sagt er gegenüber TA. So weit, so gut. Einige Monate gingen ins Land. Im September klingelte dann das Telefon. Die Stadtverwaltung Großenehrich forderte ihn auf, die seit 2003 aufgelaufenen Grundsteuern zu entrichten. Das sah Steffen Rost nicht ein, hat er doch seines Glaubens nach das Grundstück lastenfrei übernommen.
Vor einigen Tagen schließlich bekam er ein Schreiben von einem Sondershäuser Anwalt, in dem er aufgefordert wurde, sich mit der Stadt Großenehrich wegen der Begleichung der Summe in Verbindung zu setzen. „Ich habe von der Stadt weder eine Rechnung noch eine Mahnung erhalten“, regt sich Rost auf, weil ihm damit keine Chance auf einen Widerspruch eingeräumt wäre. Und außerdem könne eine Grundsteuerberechnung nur unkorrekt sein, da es ja nach dem Brand keine Neubewertung des Areals gegeben habe. Also zog er die Schuhe an und machte sich auf den Weg zur Stadt. „Doch da sitzen Leute, die keine Ahnung von einem Mahnverfahren haben“, erbost sich Rost gegenüber Thüringer Allgemeine und teilte den Beamten mit, „dass er publik machen werde, wie mit Leuten umgegangen wird, die ein verwahrlostes Grundstück auf dem Dorf wieder herrichten wollen.“
Was Rost „mitteilen" nennt, kann Ulrich Georgi, Verwaltungsleiter der Stadt Großenehrich, nur als ein „Benehmen schlimmster Natur" bezeichnen. Das Geschrei und die Beleidigungen gipfelten darin, dass er den aufgebrachten Rost des Raumes verweisen musste. „Wenn man emotional aufgela­den ist, dann ist man auch sachlichen Argumenten und einem ruhigen Gespräch, wie es unsere Art ist, nicht aufgeschlossen“, bedauerte er gegenüber TA. Richtig sei, so Georgi, dass Herr Rost das Grundstück aus einer Insolvenzmasse erwarb. Aus dem Kaufvertrag allerdings sei herzuleiten, dass das Areal eben nicht lastenfrei sei und der Eigentümer für rückwirkende Grundsteuern aufzukommen habe. Die fallen eben seit 2003 an. Das habe ihm nicht nur der Anwalt, sondern sogar der Insolvenzverwalter bestätigt. „Aber Herr Rost will das scheinbar nicht wahrhaben.“ Laut Grundsteuergesetz gebe es nun zwei Möglichkeiten, die fällige Summe – in diesem Fall 371,92 Euro -privatrechtlich oder öffentlich-rechtlich einzufordern. „Wir haben den privatrechtlichen Weg gewählt“, erklärt Georgi. Und im Privatrecht sei ein Widerspruch einfach nicht vorgesehen. Außerdem habe der Brief des Anwaltes der Stadt Großenehrich Herrn Rost nur aufgefordert, sich mit der Behörde wegen Klärung der Angelegenheit in Verbindung zu setzen. „Nicht mehr und nicht weniger.“ Seinerseits sei alles versucht worden, die Angelegenheit ruhig und sachlich zu klären, betont Georgi gegenüber TA. Der Verwaltungsleiter sieht diese Sache auch noch lange nicht abgeschlossen. Rost will, wie er gestern TA mitteilte, keinen Kleinkrieg anfangen.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 18.12.2008

Anfechtung zurückgewiesen

 

Bürger beanstandet Großenehricher Stadtratssitzung / Behörden: Keine Auswirkung auf Beschlüsse

Die emotionsgeladene Sitzung des Großenehricher Stadtrates am 27. November schlägt immer noch hohe Wellen. Jetzt hat Klaus Stephans aus Bliederstedt seine Androhung wahr gemacht und als Bürger diese Sitzung bei der Kommunalaufsicht beanstandet. Die Behörde teilt seine Ansicht allerdings nicht. 

GROSSENEHRICH (sh).
In Bliederstedt sei die Öffentlichkeit nicht ordnungsgemäß zu Großenehrichs Stadtrat am
27. November in Otterstedt eingeladen worden, hatte Klaus Stephans zu Beginn jener Sitzung bereits moniert. Die Ratsmitglieder blieben aber sitzen und setzten ihre Zusammenkunft, in der es in Sachen Zukunft der Einheitsgemeinde hoch her ging, fort (TA berichtete). Jetzt wandte sich Stephans an die Kommunalaufsicht des Kyffhäuserkreises und erklärte seine Anfechtung dieser Ratssitzung sowie deren Beschlüsse. Zu der Sitzung sei, zumindest im Ortsteil Bliederstedt, nicht fristgerecht eingeladen worden, heißt es in seinem Schreiben an die Kommunalaufsicht, das dieser Zeitung vorliegt. "Der Aushang in Bliederstedt erfolgte erst am 26. November", so Stephans. Auf TA-Anfrage räumte Ulrich Georgi, Verwaltungsleiter der Stadt Großenehrich, das ein. Die Verwaltung aber habe die Einladung an die Ratsmitglieder und Ortsbürgermeister innerhalb der Ladungsfrist verschickt, erklärte er. Georgi sieht das Versäumnis mit dem Aushang vielmehr bei Bliederstedts Ortsbürgermeister Dietmar Börold (BI Kirchengel). Abgesehen davon habe dieser Fehler keine Auswirkung auf die in der Sitzung gefassten Beschlüsse, so Georgi. Das sieht auch Kommunalaufsicht-Leiterin Johanna Neukamm, die eigentliche Adressatin von Stephans Brief, so. Die Beschlussfähigkeit der Sitzung sei gegeben gewesen, heißt es.
Wäre der Anfechtung stattgegeben worden, hätte dies unter anderem auch bedeutet, dass bereits damit die Ablehnung der Friedhofsgebührensatzung durch den Stadtrat gekippt worden wäre. Dies geschah nun auf der Sonder-Ratssitzung vergangenen Montag (TA berichtete).

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 16.12.2008

Höhere Gebühren beschlossen

 

Der drohende Stillstand auf den Friedhöfen im Großenehricher Stadtgebiet ist abgewendet – zum Preis deutlich höherer Friedhofsgebühren. Im neuen Anlauf beschloss der Stadtrat gestern Abend mehrheitlich die neue Satzung.

von Sascha HOLLANDS

GROSSENEHRICH.
Am Ende reichten die Stimmen der CDU-Fraktion, um den Entwurf der Friedhofssatzung der Großenehricher Stadtverwaltung mit stark erhöhten Gebühren zu verabschieden. Die hatte Bürgermeister Maik Göllert (CDU) auf der Sondersitzung gestern Abend erneut vorgelegt, nachdem der Stadtrat das Papier Ende November noch mehrheitlich abgelehnt hatte (TA berichtete).
Göllert beanstandete diesen Ratsbeschluss aber als rechtswidrig, da nicht kostendeckend und im Widerspruch zur bereits 2005 festgelegten Haushaltskonsolidierung. Er räumte gestern ein, dass die Gebührenanhebung – zum Beispiel ein Reihengrab soll statt 100 Euro nun 444 Euro kosten –ein schwerer Schritt, aber notwendig sei. Denn: ohne Kostendeckung keine durch die Kommunalaufsicht genehmigte Satzung, ohne sie kein Vertrag mit den Kirchgemeinden zur Bewirtschaftung ihrer Friedhöfe – und damit keine Bestattungen mehr in den Engelsdörfern sowie in Niederspier, Blieder- und Otterstedt.
Dietmar Börold von der Fraktion Bürgerinitiative (BI) Kirchengel kritisierte erneut den Gebührensprung und plädierte für eine Anhebung in mehreren Schritten, wie jüngst in Sondershausen beschlossen (TA berichtete). „Wir sind aber in der Pflicht der Haushaltskonsolidierung, Sondershausen nicht", konterte Göllert.
Günter Grüner (CDU) ver
suchte damit zu werben, später die Gebühren wieder überprüfen zu können, wenn man zum Beispiel deren Unterhaltung privatisiere und so Kosten senke. Das könne aber frühestens nach einem Jahr erfolgen, so Göllert.
Am Ende gab es acht Ja-
Stimmen, sechs Nein-Stimmen .und drei Enthaltungen.
 

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 15.12.2008

Höhere Entschädigung

GROSSENEHRICH (sh).
Die Wahlhelfer im nächsten Jahr im Bereich der Stadt Großenehrich erhalten eine hö­here Entschädigung für ihre Tätigkeit. Der Stadtrat stimm­te jetzt dem Vorschlag der Ver­waltung zu. So soll es für ei­nen ganztägigen Einsatz statt bisher 16 Euro künftig 25 Eu­ro geben. Bürgermeister Maik Göllert (CDU) bezeichnete die Anhebung der Beträge als notwendig, um ausreichend Bereitwillige für das Amt des Wahlhelfers zu finden. Denn im nächsten Jahr stehen vier Wahlen an: Neben Großenehrichs Stadtrat und Kyffhäuser-Kreistag werden 2009 auch Landtag, Bundestag und Eu­ropaparlament neu gewählt. Und diese Urnengänge müssen auch in dieser Region durch­geführt werden.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 13.12.2008

Vorbild für Andere (Auszug)

Sie sind seit Jahren im Kreis aktiv, auf ihre Art Unikate, setzen sich ein und opfern ihre Freizeit. "Thüringer Allgemeine" stellt hier sechs Personen vor und ruft zu weiteren Vorschlägen für die Kyffhäuserkreis-Top 10 im bürgerschaftlichen Engagement auf.

KYFFHÄUSERKREIS.
(...)
Siegfried WEBER (76), Kirchengel: Landsenioren-Chef, Karnevalist, Wetterfrosch, Ortschronist - an ihn kommt in der Region so schnell keiner vorbei. Der Tausendsassa habe Vorbildwirkung für sämtliche Generationen, wurde er schon geehrt. Auch seine über hundert Blutspenden in seinem Leben gehören dazu. Und dass der Kirchengeler, der seit 1987 regelmäßig Wetterdaten aufzeichnet und auswertet, auch zu Themen und Missständen in der Region eine Meinung hat und sie öffentlich vertritt, wissen TA-Leser sowieso.
(...)

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 09.12.2008

Stillstand auf den Friedhöfen

Tauziehen in Großenehrichs Stadtrat um neue Gebühren droht 2009 Bestattungen zu behindern

Streit um die Friedhofssatzung der Stadt Großenehrich: Die bisherige wurde wegen zu geringer Kostendeckung von der Kommunalaufsicht beanstandet, die neue mit deutlich höheren ebühren wurde vom Stadtrat abgelehnt. Nun droht Stillstand ab 2009 auf sieben kirchlichen Friedhöfen in der Kommune.

GROSSENEHRICH (sh).
444 Euro soll ein Reihengrab kosten, ein Urnenreihengrab 266,40 Euro - so steht es im Entwurf für die neue Friedhofsgebührensatzung der Stadt Großenehrich. Doch im Stadtrat ist Bürgermeister Maik Göllert (CDU) damit bisher auf Granit gestoßen: 2007 hatte der Stadtrat gegen seinen Willen mehrheitlich beschlossen, die Beträge pauschal um die Hälfte zu reduzieren. Nachdem die Kommunalaufsicht dieses Votum beanstandete, kam die Sache erneut auf den Tisch. Die Friedhofsgebühren müssten kostendeckend sein, beharrt Göllert auf seinen Vorschlag, mit dem er im Stadtrat jetzt aber wieder mehrheitlich abblitzte. Dietmar Börold von der Fraktion "Bürgerinitiative Kirchengel" (BI) kritisiert den Sprung von bisher 100 auf 444 Euro für ein Reihengrab als zu groß. Beigeordneter Gustav Kammerer (BI) bezeichnet die der Satzung zugrunde liegenden Kostenkalkulation sogar als falsch: Die im Falle der Trauerhalle Westerengel fließenden Fördermittel dürften nicht eingerechnet werden, zudem seien die Gebühren in anderen Orten der Umgebung niedriger. Halbe Unterstützung bekommt er von Günter Grüner (CDU). Der mahnt ebenfalls eine kostendeckende Satzung an. Fördermittel dürften aber nicht in die Kalkulation eingerechnet werden, sagt er in Richtung Göllert.
Der Bürgermeister warnt nun davor, dass ohne gültige Satzung ab Januar 2009 auf den sieben Friedhöfen in den Engelsdörfern sowie in Niederspier, Blieder- und Otterstedt keine Bestattungen mehr durchgeführt werden dürfen. Dies sind zwar kirchliche Anlagen, wurden bisher aber von der Kommune bewirtschaftet. Und diese Verträge laufen zum Jahresende aus. Dann stehen für Beerdigungen nur noch der kommunale Friedhof in Wenigenehrich sowie die zwei kirchlichen in Großenehrich und Rohnstedt zur Verfügung - letztere werden von der Kirche selbst bewirtschaftet.
In einer Beratung mit Kommunalaufsicht, Kreiskirchenamt und Pfarrern wurde laut Göllert jetzt noch einmal deutlich gemacht, dass eine neue Satzung verabschiedet werden muss.
Vor diesem Hintergrund will der Bürgermeister das Problem auf einer Sondersitzung des Stadtrates kommenden Montag, 15. Dezember, um 19 Uhr in der Gaststätte "Mannhardt" in Otterstedt erneut zur Abstimmung stellen.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 01.12.2008

Goldene Uhr für die besten Tiere

Rassegeflügelausstellung in Großenehrich / Gedenken an einen verstorbenen Zuchtfreund

Premiere zur 16. landesoffenen Rassegeflügelschau am Wochenende in Großenehrich: Erstmals wurde ein Leistungspreis für den besten Aussteller vergeben. Überschattet wurde die Veranstaltung aber vom Tod eines Zuchtfreundes.

GROSSENEHRICH (sh).
Kurz vor der Ausstellung am Samstag und Sonntag in Großenehrich war Martin Gaßmann (69) aus Rockstedt verstorben. "Er war als Aussteller hier immer dabei gewesen", sagte der Vorsitzende des Rassegeflügel- und Exotenzuchtvereins Großenehrich, Bernd Kunze, gegenüber "Thüringer Allgemeine". Zur Eröffnung der 16. landesoffenen Rassegeflügelschau wurde denn auch des Zuchtfreunds gedacht und mehrere Käfige, in denen Gaßmanns Tiere präsentiert werden sollten, mit Trauer-Tannenzweigen ausgelegt.
Unterdessen stellten 57 Züchter aus dem Kyffhäuserkreis und darüber hinaus insgesamt 458 Rassegeflügeltiere aus. Die waren bereits Freitag von sechs Preisrichtern bewertet worden, die zehn Mal das höchste Prädikat "vorzüglich" und 24 Mal "hervorragend" aussprachen. Eine sehr dichte und gute Kollektion, sagte Kunze. Mit die beste davon hatte Ralf Härtling aus Otterstedt. Er und drei weitere Aussteller waren bei der Wahl der besten vier Jungtiere einer Rasse, Farbenschlages und beiderlei Geschlechts punktgleich. Am Ende ging der Leistungspreis - eine goldene Uhr, gestiftet von Zuchtfreund Werner Schlufter - aber an Härtling für seine weißen Warzenenten. Eine große und schwere Rasse, die er mit seinem Vater züchtet.
In der Ausstellungshalle wurden derweil auch Exoten präsentiert. Die Besucher konnten Sittiche, Kanarienvögel und Rosellas bewundern. "Auch in diesem Hobby steckt viel Arbeit", so Kunze. Ihm zufolge sind von insgesamt 32 Vereinsmitgliedern sieben Exotenzüchter.


Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 27.11.2008

Baumfest in Westerengel

WESTERENGEL.
Ortschaftsrat und Dorfverein heißen am 29. November ab 16 Uhr auf dem Platz vor der Gaststätte in Westerengel zum Baumfest willkommen. Leckeres vm Grill, Glühwein, kleine Naschereien sowie weihnachtliche Klänge des Kirchen-Posaunenchores werden die Besucher des Festes auf die beginnende Adventszeit einstimmen.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 27.11.2008

Klänge zum Fest

NIEDERSPIER.
Im Rahmen des Weihnachtsmarktes von Niederspier findet am 29. November in der Kirche des Ortes ein Benefizkonzert statt. Katrin Deichstetter von der Kreismusikschule und Kantor Andreas Fauß von der Sondershäuser Trinitatiskirche wollen mit adventlichen Klängen für Violine und Orgel erfreuen. Der Erlös des Konzertes kommt dem dringend reparaturbedürftigen Kirchendach zugute. Bereits ab 14 Uhr beginnt der Weihnachtsmarkt, zu dem die Feuerwehr herzlich einlädt. Neben Kaffee und Kuchen, Glühwein und Gegrilltem gibt es Adventsgestecke, einen Büchertisch und sebst gebastelte Überraschungen. Auch der Weihnachtsmann hat sich angemeldet.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 27.11.2008

Drei Optionen

Weitere Zukunft der Einheitsgemeinde heute Abend Thema im Großenehricher Stadtrat

Heute Abend werden im Großenehricher Stadtrat die Ergebnisse der Arbeitsgruppe "Demographie und Strukturwandel" vorgestellt. Die sollen Grundlage der weiteren Diskussion über die Zukunft der Einheitsgemeinde sein.

von Sascha HOLLANDS

GROSSENEHRICH.
Fakt ist: Man muss sich Gedanken machen um die Zukunft der Stadt Großenehrich mit ihren 10 Ortsteilen. Denn mit dem zum Januar 2009 in Kraft tretenden Thüringer Gesetz zur Weiterentwicklung der Gemeindestrukturen ist nun festgelegt, dass Kommunen, die in drei aufeinanderfolgenden Jahren unter der Mindesteinwohnerzahl von 3000 Einwohnern liegen, sich in den nächsten zwei Jahren jemandem anschließen muss. Und die Stadt Großenehrich schrumpfte seit dem Jahre 2000 kontinuierlich von damals 3 061 Einwohner auf 2 805 Ende vergangenen Jahres. So steht es im Abschlussbericht der Stadtrat-Arbeitsgruppe "Demographie und Strukturwandel".
Welche Schlüsse sind daraus zu ziehen? Es solle eine dauerhafte und leistungsfähige Struktur geschaffen werden, so heißt es in dem Papier. Die Umbildung der Einheitsgemeinde in eine Landgemeinde wird hierbei ausgeschlossen, weil auch sie mindestens 3000 Einwohner haben muss. Eingemeindungen angrenzender Orte sind auch nicht in Sicht. So stehen laut Arbeitsgruppe nur drei Optionen weiter im Blickpunkt: eine Eingemeindung zur Stadt Sondershausen, ein Beitritt in die Verwaltungsgemeinschaft Greußen oder ein Anschluss an die erfüllende Gemeinde Ebeleben.
In den vergangenen Monaten war bereits heftig vor allem über die Option Sondershausen gestritten worden. Heute wird man in Großenehrichs Stadtrat weiter diskutieren müssen.



Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 21.11.2008

Sprachrohr für die Feuerwehren

Torsten Gottschalk aus Kirchengel einziger Bewerber als Stadtbrandmeister für Großenehrich

Er will der neue Stadtbrandmeister Großenehrichs werden: Kirchengels Feuerwehrleiter Torsten Gottschalk. Er ist der einzige Bewerber für das im Dezember neu zu besetzende Ehrenamt.

KIRCHENGEL(sh).
Seit 32 Jahren schon ist Torsten Gottschalk mit der Feuerwehr verbunden. Am 30. Juli 1969 in Sondershausen geboren und in Kirchengel aufgewachsen, trat er 1976 den "Jungen Brandschutzhelfern" bei, was damals der heutigen Jugendfeuerwehr entspricht. Das "Feuerwehr-Gen" bekam er dabei von seinem Vater Horst Gottschalk vererbt, der viele Jahre Wehrleiter in Kirchnegel war und von dem er 1985 die Leitung der "Jungen Brandschutzhelfer" übernahm. Seit 1994 ist Torsten Gottschalk nun Kirchengels Feuerwehrchef und seit 2003 bereits Vize-Stadtbrandmeister der Stadt Großenehrich und damit Stellvertreter von Gerda Werner aus Großenehrich, die für das Ehrenamt nicht wieder kandidiert.
Sein Grund für die Bewerbung um die Nachfolge von Werner: Er habe seit zwei Jahren bereits seine "Hände mit im Spiel" bei der Verwaltung und bei den Verhandlungen rund um den Haushalt für die neun Feuerwehren im Stadtgebiet, so Gottschalk.
Auch hat er sich Ziele für den Fall gesteckt, dass er von den Kameraden zum neuen Stadtbrandmeister gewählt werden sollte: Die Ausbildung der Feuerwehren müsse auf den aktuellen Stand gebracht werden. Auch will er sein Augenmerk darauf legen, dass die Feuerwehren ihre Aktivuitäten erhöhen, mehr zusammenarbeiten und sich als ein Team verstehen.
Zudem wolle er alle Feuerwehrführer in die Entscheidungen bei der Verwendung der Haushaltsmittel einbeziehen, sagt Gottschalk, und betont, Sprachrohr für die
Feuerwehren sein zu wollen und alle Entscheidungen allein nach
Notwendigkeit und Bedarf der Löschtruppen treffen zu wollen.
Gottschalk ist geschieden, hat aber eine Lebenspartnerin und ist Vater von drei Töchtern im Alter von vier bis 18 Jahren.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 18.11.2008

Füreinander und Miteinander

Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe des Landseniorenverbandes / Lob für reges Vereinsleben

Wie lebendig das Miteinander bei den Landsenioren ist, davon zeugte der Rechenschafts-bericht des Vorsitzenden der Ortsgruppe der Engelsdörfer. Siegfried Weber erinnerte auf der Jahreshauptversammlung noch einmal an das vergangene, erlebnisreiche Jahr. 

KIRCHENGEL (sw).
Seit nun fünf Jahren besteht die Ortsgruppe, die einzige im Landseniorenverband des Altkreises Sondershausen. Neben den monatlichen Kreisveranstaltungen sowie Reisen werden die örtlichen Rentnernachmittage gut besucht. Stets werden alle Rentner von Kirchengel eingeladen. Doch leider kommen nicht immer alle. Der Vorsitzende führte weiter aus, dass neben der Weihnachtsfeier und dem Seniorenkarneval im Juni eine Gesprächsrunde mit dem Bürgermeister der Einheitsgemeinde Großenehrich, Maik Göllert (CDU), und der Ortsbürgermeisterin Heike Ludwig (pl.) durchgeführt wurde. Im August waren die Senioren zu Gast bei Familie Hellmund, wo die Töchter Anne und Julia ihr musikalisches Können auf dem Klavier darboten. Beim „singenden Fleischer“ in Heyerode (Röhn) gab es einen interessanten Nachmittag. Weber erwähnte außerdem, dass die Bebraer Singvögel die Nachmittage immer bereichern.
Zur Ortsgruppe gehören derzeit 39 Mitglieder, davon fünf in Feld-, neun in Wester- und 25 in Kirchengel. „Das Für- und Miteinander ist gerade auf öffentlicher Ebene für die ältere Generation sehr wichtig“, so der Seniorenchef. Als Gast nahm der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes, Gerhard Kleinsteuber, teil, der die Bedeutung einer guten Zusammenarbeit unterstrich. Weber dankte der Stadt Großenehrich, der Ortsbürgermeisterin Ludwig, den Vorstandsmitgliedern und Barbara Stübling, der Betreuerin im Verband.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 18.11.2008

Bewerber für Brandmeister

GROSSENEHRICH (sh).
Torsten Gottschalk, Leiter der Feuerwehr Kirchengel, ist der einzige Bewerber für den Posten des Stadtbrandmeisters der Einheitsgemeinde Großenehrich. Wie Verwaltungsleiter Ulrich Georgi gestern auf TA-Anfrage sagte, seien bis zum Ende der Frist Ende vergangener Woche drei Bewerbungen eingegangen. Allerdings ist ihm zufolge Gottschalk der einzige Bewerber, der für die ehrenamtlich zu besetzende Stadtbrandmeister-Stelle kandidiert. Die zwei anderen Bewerber, Ingolf Kerinnes aus Rohnstedt und Sebastian Löser aus Niederspier, treten nur für den ebenfalls zu besetzenden Vize-Posten an.
Laut Georgi soll die Wahl noch in diesem Jahr durchgeführt werden.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 18.11.2008

Wenn's brennt, ist sie mit dabei

Feuerwehrfrau Kathrin Lutze ist Miss Fire Oktober und stellt ihr Können im Einsatz unter Beweis

Mit schwerem Atemschutzgerät auf den Schultern hat Kathrin Lutze aus Feldengel bei der Wahl zur "Miss Fire" für den Monat Oktober überzeugt und sich gegen Heidi Wernicke aus Sondershausen durchgesetzt.

von Tina RICHTER

FELDENGEL.
Nun haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Feldengel allen Grund, stolz zu sein. Denn Kathrin Lutze konnte die Wahl zur "Miss Fire" für den Monat Oktober für sich gewinnen und die Freude darüber ist riesig. "Wir hätten nie erwartet, dass sie sich gegen eine Konkurrentin aus einer so großen Feuerwehr durchsetzen kann. Zudem sind die Internetleitungen auch ziemlich langsam in Feldengel, da dauerte ein Voting doppelt so lange", so Kathrins Mutter, Anett Lutze, gestern gegenüber TA mit Blick auf die Konkurrentin Heidi Wernicke aus Sondershausen.
Seit ihrer Kindheit ist die dunkelhaarige Schönheit schon bei der Feuerwehr dabei, absolvierte bereits Grund-, Funker- und Truppführerausbildung. Für das nächste Jahr ist sogar ein Maschinistenlehrgang geplant.
"Wenn´s brennt ist sie auf jeden Fall mit dabei", erklärt die Mutter weiter. Vorausgesetzt Kathrin hat schon Feierabend. Denn zurzeit absolviert die 21-Jährige eine Ausbildung zur Werkzeugmechanikerin in Sondershausen. Und selbst da muss sie sich, ähnlich wie bei der Feuerwehr, gegen ihre vielen männlichen Kollegen durchsetzen.
Schon lange wollte die junge Frau aus Feldengel an einer Miss-Wahl teilnehmen. Doch mit Bikini auf dem Laufsteg - das ist auf jeden Fall nicht ihr Ding. Zudem kam auch nur eine Wahl im Monat Oktober in Frage. Denn dann feiert nämlich sie sowie der Rest der Familie jedes Jahr Geburtstag.
Damit die gute Stimmung in Feldengels Löschtruppe noch eine Weile anhält, will Kathrin ihren Sieg natürlich mit den anderen Kameraden begießen. "Im Dezember findet immer eine Hauptversammlung in der Feuerwehr statt, da werden wir auf jeden Fall einen ausgeben", kündigte Anett Lutze an.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 17.11.2008

Narren an die Macht

Stimmungsvoller Karnevalsauftakt im Kyffhäuserkreis / Bennebachhusener mit beeindruckendem Programm

Es ist weder zu übersehen noch zu überhören - im Kyffhäuserkreis sind wieder die Narren los. Mit ersten Veranstaltungen und Prunksitzungen in Großenehrich, Sondershausen, Greußen und Allmenhausen stimmten die Vereine die Jecken auf die Session ein. Die Großenehricher starteten im Bürgerhaus wie jedes Jahr mit der traditionellen Damensitzung ins neue Karnevalsjahr.

von Günther EHRHARDT


GROSSENEHRICH.
Das Motto des Bennebachhusener Karnevalsvereins "Ist auch das Leben noch so schwer, als Narr erträgt man vieles eher!" passt in die gegenwärtige Zeit der Hiobsbotschaften von globaler Finanzkrise und Flauten in der Autoindustrie. Ortsbürgermeister Bernd Kunze übergab deshalb den Schlüssel der Stadt auch gern an das Prinzenpaar Ronald I. und Sylvia II. Krisen lassen sich nämlich mit Humor und Witz mitunter viel besser abschaffen. Zumindest konnten die über 160 Gäste - der Vereinsvorsitzende Gerd Kriegshammer hatte mit 150 Leuten gerechnet - beim über zweistündigen neuen Programm und beim Tanz mit der Band "Mix-Dur" aus Erfurt einmal von den Alltagsproblemen abschalten. Schunkelrunden, bei denen die Jecken voll mitgingen, gab es auch genug. Freilich waren manche den kleinen Verzögerungen durch das neue Programm geschuldet - der Stimmung aber bekam das im Bürgerhaus sehr gut. Und so machte es der Moderatorin Stefanie Skor vom Damenvorstand keine Mühe, die Gäste zum Mitmachen zu bewegen. Premiere hatte auch das kleine Tanzmariechen Celine Wiegand. Die Achtjährige umarmte ihre Trainerin Sandra Haltenhof, als ihr Tanz stürmischen Beifall fand. Aber auch die Band aus Erfurt war ein Novum und ein guter Griff, was besonders bei den Schunkelrunden deutlich wurde. Der Sketch zum Hit "Lass die Leute reden", der Mexikanische Tanz des Männerballetts und der Tanz der Bundeswehrsoldaten rissen die Jecken von den Stühlen. Aber auch dem lustigen Künstlersketch aus Paris, den Prinzessin Sylvia II. und Stefanie Skor mit Charme und Witz herüberbrachten, zollten die Jecken großen Beifall.
Angetan war das Publikum auch vom Cowboytanz der Kleinsten. Schon der Schwung, mit dem die Kinder einliefen, begeisterte. Betreut werden die Steppkes von Nadine Schreivogel-Reilich und Jens Ryska. Dank sagen möchte der Karnvalsverein aber vor allem den Eltern. Etliche Teilnehmer stammen aus Wolferschwenda, Freienbessingen und weiteren umliegenden Orten. Zu den regelmäßigen Proben werden sie immer von Mama und Papa nach Großenehrich gefahren.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 11.11.2008

Närrisch

GROSSENEHRICH.
Am Samstag startet auch der Bennebachhusener Carnevalselub ,,Grün-Gelb“ in die neue Session. Nach dem 45. Jubiläumsjahr wird auch dieses Mal wieder mit einem dreifachen "Bennebachhusen Helau" die fünfte Jahreszeit eröffnet. Los geht es um 20.11 Uhr mit der 15. Damensitzung im Bürgerhaus von Großenehrich. Das neue Motto lautet ,"Ist auch das Leben noch so schwer, als Narr erträgt man vieles eher". Prinzessin Sylvia, die II., sowie Prinz Ronald, der 1., und alle Mitglieder des BCC freuen sich auf ihre Gäste.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 07.11.2008 (Auszug)

Rente für Feuerwehr wirft viele Fragen auf

Das Versprechen von Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) anlässlich des Jubiläums "140 Jahre Feuerwehrverband Thüringen" in Jena, eine Extrarente für ehrenamtliche Feuerwehrleute zu schaffen, findet bei Kommunalpolitikern Zuspruch, stößt aber auch auf Bedenken.

KYFFHÄUSERKREIS (ehr).
(...)
"Diesbezüglich schlagen zwei Herzen in meiner Brust", betonte Ulrich Georgi, Hauptamtsleiter der Einheitsgemeinde Großenehrich. Eine Rente für ehrenamtliche Feuerwehrleute sei angesichts des wichtigen und schweren Dienstes der Kameraden durchaus zu begrüßen — auch angesichts der Nachwuchsprobleme. Andererseits hole er aber immer tief Luft, wenn Kosten auf die Kommune zukämen: Wie soll es finanziert und an welcher Stelle gespart werden? Auch Georgi sieht eine Zusammenlegung von Feuerwehren als Konsequenz. (...)

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 05.11.2008

In alten Schichtbüchern geblättert

Ehemalige Mitarbeiter der Kälberaufzucht Kirchengel blickten auf historisches Ereignis zurück

Vor 40 Jahren wurde ein 25-jähriger Kooperationsvertrag zwischen den meisten Milchbetrieben des Kreises Sondershausen, der LPG Kirchengel und der LPG Oberweißbach zur Entwicklung einer überbetrieblichen Stufenpro-duktion abgeschlossen.

KIRCHENGEL.
Damit sollte die Brucellose-Sanierung abgeschlossen und die natürlichen Bedingungen besser ausgenutzt werden. Aus Anlass dieses Jubiläums trafen sich unlängst auf Einladung des damaligen Abteilungsleiters Gerhard Kleinsteuber 18 ehemals in der Kälberaufzuchtanlage Kirchengel Beschäftigte in Kirchengel. Da noch schönes Herbstwetter war, wurden — wie Christa Briesner berichtet — vor dem Bergeraum Tische und Bänke aufgestellt. Herr Kleinsteuber berichtete über die Entwicklung der überbetrieblichen Kooperation. Insgesamt wurden  über 47 000 Jungrinder nach Oberweißbach geliefert und dazu etwa 53 500 Kälber in den Betrieben des Kreises Sondershausen zugekauft. Als tragende Färsen kehrte ein Großteil dieser Tiere wieder in die hiesigen Milchbetriebe zurück.
Des Weiteren wurden laut Frau Briesner Höhepunkte und Episoden aus den vielen Arbeitsjahren dargestellt. Auch  Brigade-, Schicht- und Protokollbücher machten die Runde. Herr Rainer Wüstemann, ehemaliger Leiter der Milchviehanlage Otterstedt, erläuterte die Entwicklung der Kälberaufzuchtanlage nach der Wende. Einige Kollegen waren seit 18 Jahren nicht mehr hier und von deren Zustand sehr erschrocken, ein Teil der Ställe und das Heizhaus sind abgerissen worden. Herr Wüstemann erklärte, dass die Gebäude aus wirtschaftlicher Sicht nicht erhalten werden konnten.
Beim gemütlichen Teil wurden dann Würstchen gebraten und Erinnerungen ausgetauscht. Trotz schwerer Arbeit und des Verzichts auf viele Wochenenden und Feiertage habe es immer wieder Spaß gemacht, so Briesner, wenn man sah, dass die Tiere prächtig gediehen.

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 04.11.2008

Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk

Sparkasse spendierte Kindergarten Westerengel/Kirchengel eine IHK-TA-Spielbox Technik

Da war die Freude groß: Dem Kindergarten Westerengel/Kirchengel sponserte die Kyffhäusersparkasse im Rahmen der gemeinsamen Aktion von IHK und TA ei-ne Spielbox Technik.

WESTERENGEL (sh).
Mit goßen Augen beobachteten die Mädchen und Jungen die Szenerie, als Sparkassenvorstandsmitglied Hans-Joachim Warnecke mit einer noch größeren Holzkiste in den Raum des Kindergarten-Teils Westerengel eintrat. Sowohl für die Kinder als auch für die Erzieherinnen war es wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Die Kyffhäusersparkasse beteiligte sich einmal mehr an der Aktion von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt sowie dieser Zeitung und schenkte der Einrichtung eine Spielbox Technik. "Die passt genau in unser Konzept für dieses Jahr", freute sich auch die Leiterin der Kindergarten-Teile Westerengel und Kirchengel, Gabriele Hartnauer. Denn in ihrem Projekt "Hilf mir, es selbst zu tun" geht es genau darum, die Mädchen und Jungen tüfteln und ausproblieren zu lassen. Und das technische Spielzeug der Spielbox, die von den Kindern zusammen mit Warnecke gleich gestürmt wurde, sei eine schöne Sache, um die Feinmotorik zu schulen.
In Westerengel betreuen drei Erzieherinnen zurzeit 31 Kinder im Alter ab 3 Jahren, in Kirchengel sind vier Erzieherinnen und 26 Kinder ab einem Jahr.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 04.11.2008

Ergiebige Niederschläge im Oktober

Über das recht schöne Ok­toberwetter berichtet TA­-Hobbymeteorologe Sieg­fried Weber aus Kirchengel.

KIRCHENGEL.
Die monatliche Durchschnitts­temperatur lag mit 8,9 Grad Celsius um 0,6 Grad über dem Wert des Vorjahres, Das langjährige Mittel liegt bei 9,7 Grad. Gegenüber dem zehnjährigen Mittel von 1996 eine leichte Er­höhung von 0,1 Grad. Die höchste Temperatur wurde am 13. Oktober mit 20,1 Grad re­gistriert. Es gab keinen Som­mertag. An neun Tagen lag die Temperatur über 15,0 Grad. Die tiefste Frühtemperatur wurde am 31. Oktober mit 0,3 Grad und die niedrigste Tagestempe­ratur am 30. Oktober mit 1,0 Grad gemessen. Leichten Bo­denfrost mit Raureif gab es am 24. Oktober. Der Altweibersom­mer wurde an zehn Tagen be­obachtet. Recht ergiebig war unterdessen die an zehn Tagen gemessene Niederschlagsmen­ge von 63,5 Liter pro Quadrat­meter. Es war der erste Monat dieses Jahres mit so viel Nie­derschlag. Der erste Schnell mit 2,0 Zentimeter fiel am 30. Oktober. Nur am 20. Oktober 1991 waren ein paar Schnee­flocken gefallen: Seit 1980 das erste Weiß bis zur Mittagszeit. Seit Jahresbeginn wurden 374,0 Liter Niederschlag ge­messen, noch zu wenig für die Region. Recht stürmisch war es vom 1. bis 4. Oktober. An drei Tagen herrschte kurzzeitig Ne­bel mit 50 Meter Sichtweite.

 

Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 03.11.2008

Löschwasser aus Dorfbrunnen

Herbstübung der Feuerwehren Rohnstedt und Großenehrich / Stadtbrandmeisterin als fachlicher Beobachter

Sirenengeheul in Rohnstedt holte am Samstag 10.30 Uhr auch die Langsehläfer aus den Federn. Wenig später eilten Wehrführer Helge Willomeit und Stellvertreter Ingolf Kerrinnes mit den Kameraden der Einsatzab­teilung zum Gerätehaus. ,,Dachstuhlbrand in einem landwirtschaftlichen Ge­höft“, dröhnte es aus dem Funkgerät. Der Qualm wies den Männern den Weg.

von Günther EHRHARDT


ROHNSTEDT.
Zwar handelte es sich um die traditionelle Herbstübung und der Rauch stammte von einem Nebelwerfer. Doch wie im Ernstfall gaben alle ihr Bestes. Mit dem Tanklöschfahrzeug und unter Atemschutz began­nen die Rohnstedter Kamera­den zu löschen. 10.40 Uhr war dann auch die Feuerwehr Gro­ßenehrich alarmiert worden und wenig später am Brandort eingetroffen. ,,Unsere Kamera­den haben die Aufgabe, eine Lange-Wege-Strecke von ei­nem Dorfbrunnen zu legen und damit den Tanker mit Löschwasser zu versorgen“, erklärte Großenehrichs Stadtbrandmeisterin und Wehrführerin, Gerda Werner, gegenüber die­ser Zeitung. ,,Vor allem wollen wir prüfen, wie lange der Brun­nen überhaupt Löschwasser liefern kann, wann die Wassersäule abreißt“, fügte sie hinzu. Blitzschnell koppelten die Ka­meraden unter dem Komman­do des Goßenehricher Einsatz leiters Sven Schreivogel die Sauglängen aneinander. Indes sperrten Roswitha Liedloff und Sandy Kretschmar die Straße. Die 18-jährige Sandy wohnt in Bad Langensalza. Die Liebe hat die junge Frau ins Dorf am Bennebach verschlagen. Da ihr Freund Christian Ständer eh­renamtlichen Dienst in der Feuerwehr tut, trat sie der Gro­ßenehricher Wehr bei. Auch so kann man Nachwuchs anheuern.
Im Gehöft verfolgte Gerda Werner, wie die Feuerwehrleu­te kooperieren, passte auch auf, dass nach 30 Minuten das Atemschutzteam abgelöst wur­de. Auch den Verletzten auf dem Stallboden fanden die Flo­riansjünger, beförderten ihn mit der Trage zum Rettungswa­gen. Gerda Werner ist zufrie­den. Negatives werde sie bei
der Auswertung nicht viel zu sagen haben. Die Ubung wird auch beim Treffen der Rohn­stedter Feuerwehr, die immer am ersten Sonntag im Monat stattfindet, ausgewertet. Nicht nur das. Arbeiten an der Technik würden ausgeführt oder einfach Klarschiff ge­macht auch mit Problemen die die Kameraden bedrücken, erzählt lngolf Kerrinnes.
Die erfahrene Feuerwehrfrau, Wehrführerin und Stadtbrand­meistern Großenehrichs aber bedrückt etwas. In den nächs­ten vier bis sechs Wochen muss in Großenehrich der Stadt­brandmeister gewählt werden. Einen neuen Bewerber aus Kirchengel gab es schon bei der letzten Wahl. Diesmal aber müsse sich der Mann, der in der Einheitsgemeinde bereits als Nachfolger ,,gehandelt“ würde, keine Sorgen machen:
,,Ich bewerbe mich nicht noch einmal“, erläuterte die Fachfrau auf TA-Anfrage am Rande der Ubung. Eines aber kränke sie sehr. Noch sei der Neue nicht gewählt und auch nicht im Amt. Dinge, die die Feuerwehren der Einheitsgemeinde beträfen, aber gingen bereits jetzt schon an ihr vorbei.

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