Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 31.12.2008
Weibliche Droge
Schuheinkauf (Auszug)
Täglich gaben sie Anlass zum Schmunzeln, Nachdenken oder zur Empörung:
die Zitate 2008. Hier eine Auswahl aus der langen Liste des Jahres.
von Sascha HOLLANDS
KYFFHÄUSERKREIS (sh).
(…)
Und
Großenehrichs Bürgermeister Maik Göllert (CDU) wusste Parallelen zwischen
Lebensweisheiten und der Zukunft seiner Einheitsgemeinde zu ziehen: „Wenn ich
heiraten will, suche ich mir eine Braut, mit der ich langfristig zusammenleben
kann.“
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 30.12.2008
Kältester Tag des
Jahres
KIRCHENGEL (sh).
Frostige
6,7 Grad unter Null hat TA-Hobbymeteorologe Siegfried Weber aus Kirchengel
gestern Morgen gemessen. Damit sei es gestern der kälteste Tag des Jahres in
der Region gewesen, bestätigte er auf Anfrage. Auch am Tag wurde es kaum
wärmer: Nur minus 5 Grad zeigte seine Messstation gegen 16 Uhr an. „Die Sonne
kam nicht“, so Weber. Solche Temperaturen sind für den Dezember ihm zufolge
nichts Ungewöhnliches. Allerdings fehlt der Schnee: „Zwei bis drei Zentimeter
wären nicht schlecht“, so Weber.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 30.12.2008
Griff in die
Geldbörse (Auszug)
Steigende Gebühren und Tarife zu
Beginn des nächsten Jahres in der Region / Kindergartengebühren sinken
KYFFHÄUSERKREIS (sh).
(…)
Auch in der Stadt Großenehrich
gelten ab 2009 eine Friedhofsgebühren. Ein Reihengrab schlägt statt 100 Euro
mit 444 Euro zu Buche. Während der Erhöhungsbeschluss im Sondershäuser Stadtrat
vergleichsweise geräuschlos über die Bühne ging, wurde in Großenehrich heftig
über starke Verteuerung gestritten - erst im dritten Anlauf konnte sich
Großenehrichs Bürgermeister Mai Göllert (CDU) - mit der Drohkulisse
Kommunalaufsicht im Rücken - mit dem Vorhaben durchsetzen, aber nur knapp.
(…)
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 22.12.2008
Noch kein Wahltermin
KIRCHENGEL (ehr).
Noch
immer gebe es keinen Termin für die Wahl des Stadtbrandmeisters
für die Einheitsgemeinde Großenehrich, erklärte Torsten Gottschalk, Wehrführer Kirchengels und
potenzieller Anwärter auf den Stadtbrandmeisterposten, zum Lichterfest in Kirchengel. Dabei gebe es doch so viel zu tun. Für die Ortsteilfeuerwehren
müsse eine Prioritätenliste für
nötige Ausrüstungen und
Einsatzkleidung, aber auch ein detaillierter
Einsatzplan erarbeitet werden. Es
gehe darum, bei Bränden, Havarien und Unfällen besonders an Wochentagen
mehrere Wehren zu alarmieren, um die
Gruppenstärken zu erreichen. Das könne er aber alles erst in Angriff nehmen, wenn er gewählt sei.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 18.12.2008
Streit um Grundsteuer
Ein Bewohner und die Stadt zanken sich um 371,92 Euro / Fronten verhärtet
Steffen Rost ist sauer. Im März kaufte er aus einer Insolvenzmasse ein Grundstück in Wenigenehrich. Laut seiner Lesart des Kaufvertrages übernahm er das Grundstück lastenfrei. Doch jetzt will aber die Stadt von ihm eine Grundsteuernachzahlung. Zu Recht, wie sie meint.
von Silvana Tismer
GROSSENEHRICH.
Seit dem Jahr 2003 ist das Grundstück nach einem Brand unbewohnt. Im März dieses Jahres kaufte Steffen Rost das brachliegende Gelände. „Im Notarvertrag wurde mir bescheinigt, dass das Grundstück lastenfrei übertragen wird“, sagt er gegenüber TA. So weit, so gut. Einige Monate gingen ins Land. Im September klingelte dann das Telefon. Die Stadtverwaltung Großenehrich forderte ihn auf, die seit 2003 aufgelaufenen Grundsteuern zu entrichten. Das sah Steffen Rost nicht ein, hat er doch seines Glaubens nach das Grundstück lastenfrei übernommen.
Vor einigen Tagen schließlich bekam er ein Schreiben von einem Sondershäuser Anwalt, in dem er aufgefordert wurde, sich mit der Stadt Großenehrich wegen der Begleichung der Summe in Verbindung zu setzen. „Ich habe von der Stadt weder eine Rechnung noch eine Mahnung erhalten“, regt sich Rost auf, weil ihm damit keine Chance auf einen Widerspruch eingeräumt wäre. Und außerdem könne eine Grundsteuerberechnung nur unkorrekt sein, da es ja nach dem Brand keine Neubewertung des Areals gegeben habe. Also zog er die Schuhe an und machte sich auf den Weg zur Stadt. „Doch da sitzen Leute, die keine Ahnung von einem Mahnverfahren haben“, erbost sich Rost gegenüber Thüringer Allgemeine und teilte den Beamten mit, „dass er publik machen werde, wie mit Leuten umgegangen wird, die ein verwahrlostes Grundstück auf dem Dorf wieder herrichten wollen.“
Was Rost „mitteilen" nennt, kann Ulrich Georgi, Verwaltungsleiter der Stadt Großenehrich, nur als ein „Benehmen schlimmster Natur" bezeichnen. Das Geschrei und die Beleidigungen gipfelten darin, dass er den aufgebrachten Rost des Raumes verweisen musste. „Wenn man emotional aufgeladen ist, dann ist man auch sachlichen Argumenten und einem ruhigen Gespräch, wie es unsere Art ist, nicht aufgeschlossen“, bedauerte er gegenüber TA. Richtig sei, so Georgi, dass Herr Rost das Grundstück aus einer Insolvenzmasse erwarb. Aus dem Kaufvertrag allerdings sei herzuleiten, dass das Areal eben nicht lastenfrei sei und der Eigentümer für rückwirkende Grundsteuern aufzukommen habe. Die fallen eben seit 2003 an. Das habe ihm nicht nur der Anwalt, sondern sogar der Insolvenzverwalter bestätigt. „Aber Herr Rost will das scheinbar nicht wahrhaben.“ Laut Grundsteuergesetz gebe es nun zwei Möglichkeiten, die fällige Summe – in diesem Fall 371,92 Euro -privatrechtlich oder öffentlich-rechtlich einzufordern. „Wir haben den privatrechtlichen Weg gewählt“, erklärt Georgi. Und im Privatrecht sei ein Widerspruch einfach nicht vorgesehen. Außerdem habe der Brief des Anwaltes der Stadt Großenehrich Herrn Rost nur aufgefordert, sich mit der Behörde wegen Klärung der Angelegenheit in Verbindung zu setzen. „Nicht mehr und nicht weniger.“ Seinerseits sei alles versucht worden, die Angelegenheit ruhig und sachlich zu klären, betont Georgi gegenüber TA. Der Verwaltungsleiter sieht diese Sache auch noch lange nicht abgeschlossen. Rost will, wie er gestern TA mitteilte, keinen Kleinkrieg anfangen.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 18.12.2008
Anfechtung zurückgewiesen
Bürger beanstandet Großenehricher Stadtratssitzung / Behörden: Keine Auswirkung auf Beschlüsse
Die
emotionsgeladene Sitzung des Großenehricher Stadtrates am 27. November
schlägt immer noch hohe Wellen. Jetzt hat Klaus Stephans aus
Bliederstedt seine Androhung wahr gemacht und als Bürger diese Sitzung
bei der Kommunalaufsicht beanstandet. Die Behörde teilt seine Ansicht
allerdings nicht.
GROSSENEHRICH (sh).
In Bliederstedt sei die Öffentlichkeit nicht ordnungsgemäß zu Großenehrichs Stadtrat am
27. November in Otterstedt eingeladen worden, hatte Klaus Stephans zu
Beginn jener Sitzung bereits moniert. Die Ratsmitglieder blieben aber
sitzen und setzten ihre Zusammenkunft, in der es in Sachen Zukunft der
Einheitsgemeinde hoch her ging, fort (TA berichtete). Jetzt wandte sich
Stephans an die Kommunalaufsicht des Kyffhäuserkreises und erklärte
seine Anfechtung dieser Ratssitzung sowie deren Beschlüsse. Zu der
Sitzung sei, zumindest im Ortsteil Bliederstedt, nicht fristgerecht
eingeladen worden, heißt es in seinem Schreiben an die
Kommunalaufsicht, das dieser Zeitung vorliegt. "Der Aushang in
Bliederstedt erfolgte erst am 26. November", so Stephans. Auf
TA-Anfrage räumte Ulrich Georgi, Verwaltungsleiter der Stadt
Großenehrich, das ein. Die Verwaltung aber habe die Einladung an die
Ratsmitglieder und Ortsbürgermeister innerhalb der Ladungsfrist
verschickt, erklärte er. Georgi sieht das Versäumnis mit dem Aushang
vielmehr bei Bliederstedts Ortsbürgermeister Dietmar Börold (BI
Kirchengel). Abgesehen davon habe dieser Fehler keine Auswirkung auf
die in der Sitzung gefassten Beschlüsse, so Georgi. Das sieht auch
Kommunalaufsicht-Leiterin Johanna Neukamm, die eigentliche Adressatin
von Stephans Brief, so. Die Beschlussfähigkeit der Sitzung sei gegeben
gewesen, heißt es.
Wäre
der Anfechtung stattgegeben worden, hätte dies unter anderem auch
bedeutet, dass bereits damit die Ablehnung der Friedhofsgebührensatzung
durch den Stadtrat gekippt worden wäre. Dies geschah nun auf der
Sonder-Ratssitzung vergangenen Montag (TA berichtete).
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 16.12.2008
Höhere Gebühren beschlossen
Der drohende Stillstand auf den Friedhöfen im Großenehricher Stadtgebiet ist abgewendet – zum Preis deutlich höherer Friedhofsgebühren. Im neuen Anlauf beschloss der Stadtrat gestern Abend mehrheitlich die neue Satzung.
von Sascha HOLLANDS
GROSSENEHRICH.
Am Ende reichten die Stimmen der CDU-Fraktion, um den Entwurf der Friedhofssatzung der Großenehricher Stadtverwaltung mit stark erhöhten Gebühren zu verabschieden. Die hatte Bürgermeister Maik Göllert (CDU) auf der Sondersitzung gestern Abend erneut vorgelegt, nachdem der Stadtrat das Papier Ende November noch mehrheitlich abgelehnt hatte (TA berichtete).
Göllert beanstandete diesen Ratsbeschluss aber als rechtswidrig, da nicht kostendeckend und im Widerspruch zur bereits 2005 festgelegten Haushaltskonsolidierung. Er räumte gestern ein, dass die Gebührenanhebung – zum Beispiel ein Reihengrab soll statt 100 Euro nun 444 Euro kosten –ein schwerer Schritt, aber notwendig sei. Denn: ohne Kostendeckung keine durch die Kommunalaufsicht genehmigte Satzung, ohne sie kein Vertrag mit den Kirchgemeinden zur Bewirtschaftung ihrer Friedhöfe – und damit keine Bestattungen mehr in den Engelsdörfern sowie in Niederspier, Blieder- und Otterstedt.
Dietmar Börold von der Fraktion Bürgerinitiative (BI) Kirchengel kritisierte erneut den Gebührensprung und plädierte für eine Anhebung in mehreren Schritten, wie jüngst in Sondershausen beschlossen (TA berichtete). „Wir sind aber in der Pflicht der Haushaltskonsolidierung, Sondershausen nicht", konterte Göllert.
Günter Grüner (CDU) versuchte damit zu werben, später die Gebühren wieder überprüfen zu können, wenn man zum Beispiel deren Unterhaltung privatisiere und so Kosten senke. Das könne aber frühestens nach einem Jahr erfolgen, so Göllert.
Am Ende gab es acht Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen .und drei Enthaltungen.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 15.12.2008
Höhere Entschädigung
GROSSENEHRICH (sh).
Die Wahlhelfer im nächsten Jahr im Bereich der Stadt Großenehrich erhalten eine höhere Entschädigung für ihre Tätigkeit. Der Stadtrat stimmte jetzt dem Vorschlag der Verwaltung zu. So soll es für einen ganztägigen Einsatz statt bisher 16 Euro künftig 25 Euro geben. Bürgermeister Maik Göllert (CDU) bezeichnete die Anhebung der Beträge als notwendig, um ausreichend Bereitwillige für das Amt des Wahlhelfers zu finden. Denn im nächsten Jahr stehen vier Wahlen an: Neben Großenehrichs Stadtrat und Kyffhäuser-Kreistag werden 2009 auch Landtag, Bundestag und Europaparlament neu gewählt. Und diese Urnengänge müssen auch in dieser Region durchgeführt werden.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 13.12.2008
Vorbild für Andere (Auszug)
Sie
sind seit Jahren im Kreis aktiv, auf ihre Art Unikate, setzen sich ein
und opfern ihre Freizeit. "Thüringer Allgemeine" stellt hier sechs
Personen vor und ruft zu weiteren Vorschlägen für die
Kyffhäuserkreis-Top 10 im bürgerschaftlichen Engagement auf.
KYFFHÄUSERKREIS.
(...)
Siegfried
WEBER (76), Kirchengel: Landsenioren-Chef, Karnevalist, Wetterfrosch,
Ortschronist - an ihn kommt in der Region so schnell keiner vorbei. Der
Tausendsassa habe Vorbildwirkung für sämtliche Generationen, wurde er
schon geehrt. Auch seine über hundert Blutspenden in seinem Leben
gehören dazu. Und dass der Kirchengeler, der seit 1987 regelmäßig
Wetterdaten aufzeichnet und auswertet, auch zu Themen und Missständen
in der Region eine Meinung hat und sie öffentlich vertritt, wissen
TA-Leser sowieso.
(...)
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 09.12.2008
Stillstand auf den Friedhöfen
Tauziehen in Großenehrichs Stadtrat um neue Gebühren droht 2009 Bestattungen zu behindern
Streit
um die Friedhofssatzung der Stadt Großenehrich: Die bisherige wurde
wegen zu geringer Kostendeckung von der Kommunalaufsicht beanstandet,
die neue mit deutlich höheren ebühren wurde vom Stadtrat abgelehnt. Nun
droht Stillstand ab 2009 auf sieben kirchlichen Friedhöfen in der
Kommune.
GROSSENEHRICH (sh).
444
Euro soll ein Reihengrab kosten, ein Urnenreihengrab 266,40 Euro - so
steht es im Entwurf für die neue Friedhofsgebührensatzung der Stadt
Großenehrich. Doch im Stadtrat ist Bürgermeister Maik Göllert (CDU)
damit bisher auf Granit gestoßen: 2007 hatte der Stadtrat gegen seinen
Willen mehrheitlich beschlossen, die Beträge pauschal um die Hälfte zu
reduzieren. Nachdem die Kommunalaufsicht dieses Votum beanstandete, kam
die Sache erneut auf den Tisch. Die Friedhofsgebühren müssten
kostendeckend sein, beharrt Göllert auf seinen Vorschlag, mit dem er im
Stadtrat jetzt aber wieder mehrheitlich abblitzte. Dietmar Börold von
der Fraktion "Bürgerinitiative Kirchengel" (BI) kritisiert den Sprung
von bisher 100 auf 444 Euro für ein Reihengrab als zu groß.
Beigeordneter Gustav Kammerer (BI) bezeichnet die der Satzung zugrunde
liegenden Kostenkalkulation sogar als falsch: Die im Falle der
Trauerhalle Westerengel fließenden Fördermittel dürften nicht
eingerechnet werden, zudem seien die Gebühren in anderen Orten der
Umgebung niedriger. Halbe Unterstützung bekommt er von Günter Grüner
(CDU). Der mahnt ebenfalls eine kostendeckende Satzung an. Fördermittel
dürften aber nicht in die Kalkulation eingerechnet werden, sagt er in
Richtung Göllert.
Der
Bürgermeister warnt nun davor, dass ohne gültige Satzung ab Januar 2009
auf den sieben Friedhöfen in den Engelsdörfern sowie in Niederspier,
Blieder- und Otterstedt keine Bestattungen mehr durchgeführt werden
dürfen. Dies sind zwar kirchliche Anlagen, wurden bisher aber von der
Kommune bewirtschaftet. Und diese Verträge laufen zum Jahresende aus.
Dann stehen für Beerdigungen nur noch der kommunale Friedhof in
Wenigenehrich sowie die zwei kirchlichen in Großenehrich und Rohnstedt
zur Verfügung - letztere werden von der Kirche selbst bewirtschaftet.
In
einer Beratung mit Kommunalaufsicht, Kreiskirchenamt und Pfarrern wurde
laut Göllert jetzt noch einmal deutlich gemacht, dass eine neue Satzung
verabschiedet werden muss.
Vor
diesem Hintergrund will der Bürgermeister das Problem auf einer
Sondersitzung des Stadtrates kommenden Montag, 15. Dezember, um 19 Uhr
in der Gaststätte "Mannhardt" in Otterstedt erneut zur Abstimmung
stellen.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 01.12.2008
Goldene Uhr für die besten Tiere
Rassegeflügelausstellung in Großenehrich / Gedenken an einen verstorbenen Zuchtfreund
Premiere
zur 16. landesoffenen Rassegeflügelschau am Wochenende in Großenehrich:
Erstmals wurde ein Leistungspreis für den besten Aussteller vergeben.
Überschattet wurde die Veranstaltung aber vom Tod eines Zuchtfreundes.
GROSSENEHRICH (sh).
Kurz
vor der Ausstellung am Samstag und Sonntag in Großenehrich war Martin
Gaßmann (69) aus Rockstedt verstorben. "Er war als Aussteller hier
immer dabei gewesen", sagte der Vorsitzende des Rassegeflügel- und
Exotenzuchtvereins Großenehrich, Bernd Kunze, gegenüber "Thüringer
Allgemeine". Zur Eröffnung der 16. landesoffenen Rassegeflügelschau
wurde denn auch des Zuchtfreunds gedacht und mehrere Käfige, in denen
Gaßmanns Tiere präsentiert werden sollten, mit Trauer-Tannenzweigen
ausgelegt.
Unterdessen stellten 57 Züchter aus dem Kyffhäuserkreis
und darüber hinaus insgesamt 458 Rassegeflügeltiere aus. Die waren
bereits Freitag von sechs Preisrichtern bewertet worden, die zehn Mal
das höchste Prädikat "vorzüglich" und 24 Mal "hervorragend"
aussprachen. Eine sehr dichte und gute Kollektion, sagte Kunze. Mit die
beste davon hatte Ralf Härtling aus Otterstedt. Er und drei weitere
Aussteller waren bei der Wahl der besten vier Jungtiere einer Rasse,
Farbenschlages und beiderlei Geschlechts punktgleich. Am Ende ging der
Leistungspreis - eine goldene Uhr, gestiftet von Zuchtfreund Werner
Schlufter - aber an Härtling für seine weißen Warzenenten. Eine große
und schwere Rasse, die er mit seinem Vater züchtet.
In der
Ausstellungshalle wurden derweil auch Exoten präsentiert. Die Besucher
konnten Sittiche, Kanarienvögel und Rosellas bewundern. "Auch in diesem
Hobby steckt viel Arbeit", so Kunze. Ihm zufolge sind von insgesamt 32
Vereinsmitgliedern sieben Exotenzüchter.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 27.11.2008
Baumfest in Westerengel
WESTERENGEL.
Ortschaftsrat
und Dorfverein heißen am 29. November ab 16 Uhr auf dem Platz vor der
Gaststätte in Westerengel zum Baumfest willkommen. Leckeres vm Grill,
Glühwein, kleine Naschereien sowie weihnachtliche Klänge des
Kirchen-Posaunenchores werden die Besucher des Festes auf die
beginnende Adventszeit einstimmen.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 27.11.2008
Klänge zum Fest
NIEDERSPIER.
Im
Rahmen des Weihnachtsmarktes von Niederspier findet am 29. November in
der Kirche des Ortes ein Benefizkonzert statt. Katrin Deichstetter von
der Kreismusikschule und Kantor Andreas Fauß von der Sondershäuser
Trinitatiskirche wollen mit adventlichen Klängen für Violine und Orgel
erfreuen. Der Erlös des Konzertes kommt dem dringend
reparaturbedürftigen Kirchendach zugute. Bereits ab 14 Uhr beginnt der
Weihnachtsmarkt, zu dem die Feuerwehr herzlich einlädt. Neben Kaffee
und Kuchen, Glühwein und Gegrilltem gibt es Adventsgestecke, einen
Büchertisch und sebst gebastelte Überraschungen. Auch der
Weihnachtsmann hat sich angemeldet.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 27.11.2008
Drei Optionen
Weitere Zukunft der Einheitsgemeinde heute Abend Thema im Großenehricher Stadtrat
Heute
Abend werden im Großenehricher Stadtrat die Ergebnisse der
Arbeitsgruppe "Demographie und Strukturwandel" vorgestellt. Die sollen
Grundlage der weiteren Diskussion über die Zukunft der Einheitsgemeinde
sein.
von Sascha HOLLANDS
GROSSENEHRICH.
Fakt
ist: Man muss sich Gedanken machen um die Zukunft der Stadt
Großenehrich mit ihren 10 Ortsteilen. Denn mit dem zum Januar 2009 in
Kraft tretenden Thüringer Gesetz zur Weiterentwicklung der
Gemeindestrukturen ist nun festgelegt, dass Kommunen, die in drei
aufeinanderfolgenden Jahren unter der Mindesteinwohnerzahl von 3000
Einwohnern liegen, sich in den nächsten zwei Jahren jemandem
anschließen muss. Und die Stadt Großenehrich schrumpfte seit dem Jahre
2000 kontinuierlich von damals 3 061 Einwohner auf 2 805 Ende
vergangenen Jahres. So steht es im Abschlussbericht der
Stadtrat-Arbeitsgruppe "Demographie und Strukturwandel".
Welche
Schlüsse sind daraus zu ziehen? Es solle eine dauerhafte und
leistungsfähige Struktur geschaffen werden, so heißt es in dem Papier.
Die Umbildung der Einheitsgemeinde in eine Landgemeinde wird hierbei
ausgeschlossen, weil auch sie mindestens 3000 Einwohner haben muss.
Eingemeindungen angrenzender Orte sind auch nicht in Sicht. So stehen
laut Arbeitsgruppe nur drei Optionen weiter im Blickpunkt: eine
Eingemeindung zur Stadt Sondershausen, ein Beitritt in die
Verwaltungsgemeinschaft Greußen oder ein Anschluss an die erfüllende
Gemeinde Ebeleben.
In den vergangenen Monaten war bereits heftig
vor allem über die Option Sondershausen gestritten worden. Heute wird
man in Großenehrichs Stadtrat weiter diskutieren müssen.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 21.11.2008
Sprachrohr für die Feuerwehren
Torsten Gottschalk aus Kirchengel einziger Bewerber als Stadtbrandmeister für Großenehrich
Er
will der neue Stadtbrandmeister Großenehrichs werden: Kirchengels
Feuerwehrleiter Torsten Gottschalk. Er ist der einzige Bewerber für das
im Dezember neu zu besetzende Ehrenamt.
KIRCHENGEL(sh).
Seit
32 Jahren schon ist Torsten Gottschalk mit der Feuerwehr verbunden. Am
30. Juli 1969 in Sondershausen geboren und in Kirchengel aufgewachsen,
trat er 1976 den "Jungen Brandschutzhelfern" bei, was damals der
heutigen Jugendfeuerwehr entspricht. Das "Feuerwehr-Gen" bekam er dabei
von seinem Vater Horst Gottschalk vererbt, der viele Jahre Wehrleiter
in Kirchnegel war und von dem er 1985 die Leitung der "Jungen
Brandschutzhelfer" übernahm. Seit 1994 ist Torsten Gottschalk nun
Kirchengels Feuerwehrchef und seit 2003 bereits Vize-Stadtbrandmeister
der Stadt Großenehrich und damit Stellvertreter von Gerda Werner aus
Großenehrich, die für das Ehrenamt nicht wieder kandidiert.
Sein
Grund für die Bewerbung um die Nachfolge von Werner: Er habe seit zwei
Jahren bereits seine "Hände mit im Spiel" bei der Verwaltung und bei
den Verhandlungen rund um den Haushalt für die neun Feuerwehren im
Stadtgebiet, so Gottschalk.
Auch hat er sich Ziele für den Fall
gesteckt, dass er von den Kameraden zum neuen Stadtbrandmeister gewählt
werden sollte: Die Ausbildung der Feuerwehren müsse auf den aktuellen
Stand gebracht werden. Auch will er sein Augenmerk darauf legen, dass
die Feuerwehren ihre Aktivuitäten erhöhen, mehr zusammenarbeiten und
sich als ein Team verstehen.
Zudem wolle er alle Feuerwehrführer in
die Entscheidungen bei der Verwendung der Haushaltsmittel einbeziehen,
sagt Gottschalk, und betont, Sprachrohr für die Feuerwehren sein zu wollen und alle Entscheidungen allein nach Notwendigkeit und Bedarf der Löschtruppen treffen zu wollen.
Gottschalk ist geschieden, hat aber eine Lebenspartnerin und ist Vater von drei Töchtern im Alter von vier bis 18 Jahren.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 18.11.2008
Füreinander und Miteinander
Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe des Landseniorenverbandes / Lob für reges Vereinsleben
Wie
lebendig das Miteinander bei den Landsenioren ist, davon zeugte der
Rechenschafts-bericht des Vorsitzenden der Ortsgruppe der Engelsdörfer.
Siegfried Weber erinnerte auf der Jahreshauptversammlung noch einmal an
das vergangene, erlebnisreiche Jahr.
KIRCHENGEL (sw).
Seit
nun fünf Jahren besteht die Ortsgruppe, die einzige im
Landseniorenverband des Altkreises Sondershausen. Neben den monatlichen
Kreisveranstaltungen sowie Reisen werden die örtlichen
Rentnernachmittage gut besucht. Stets werden alle Rentner von
Kirchengel eingeladen. Doch leider kommen nicht immer alle. Der
Vorsitzende führte weiter aus, dass neben der Weihnachtsfeier und dem
Seniorenkarneval im Juni eine Gesprächsrunde mit dem Bürgermeister der
Einheitsgemeinde Großenehrich, Maik Göllert (CDU), und der
Ortsbürgermeisterin Heike Ludwig (pl.) durchgeführt wurde. Im August
waren die Senioren zu Gast bei Familie Hellmund, wo die Töchter Anne
und Julia ihr musikalisches Können auf dem Klavier darboten. Beim
„singenden Fleischer“ in Heyerode (Röhn) gab es einen interessanten
Nachmittag. Weber erwähnte außerdem, dass die Bebraer Singvögel die
Nachmittage immer bereichern.
Zur
Ortsgruppe gehören derzeit 39 Mitglieder, davon fünf in Feld-, neun in
Wester- und 25 in Kirchengel. „Das Für- und Miteinander ist gerade auf
öffentlicher Ebene für die ältere Generation sehr wichtig“, so der
Seniorenchef. Als Gast nahm der Geschäftsführer des
Kreisbauernverbandes, Gerhard Kleinsteuber, teil, der die Bedeutung
einer guten Zusammenarbeit unterstrich. Weber dankte der Stadt
Großenehrich, der Ortsbürgermeisterin Ludwig, den Vorstandsmitgliedern
und Barbara Stübling, der Betreuerin im Verband.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 18.11.2008
Bewerber für Brandmeister
GROSSENEHRICH (sh).
Torsten Gottschalk, Leiter der Feuerwehr Kirchengel, ist der einzige
Bewerber für den Posten des Stadtbrandmeisters der Einheitsgemeinde
Großenehrich. Wie Verwaltungsleiter Ulrich Georgi gestern auf
TA-Anfrage sagte, seien bis zum Ende der Frist Ende vergangener Woche
drei Bewerbungen eingegangen. Allerdings ist ihm zufolge Gottschalk der
einzige Bewerber, der für die ehrenamtlich zu besetzende
Stadtbrandmeister-Stelle kandidiert. Die zwei anderen Bewerber, Ingolf
Kerinnes aus Rohnstedt und Sebastian Löser aus Niederspier, treten nur
für den ebenfalls zu besetzenden Vize-Posten an.
Laut Georgi soll die Wahl noch in diesem Jahr durchgeführt werden.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 18.11.2008
Wenn's brennt, ist sie mit dabei
Feuerwehrfrau Kathrin Lutze ist Miss Fire Oktober und stellt ihr Können im Einsatz unter Beweis
Mit
schwerem Atemschutzgerät auf den Schultern hat Kathrin Lutze aus
Feldengel bei der Wahl zur "Miss Fire" für den Monat Oktober überzeugt
und sich gegen Heidi Wernicke aus Sondershausen durchgesetzt.
von Tina RICHTER
FELDENGEL.
Nun
haben die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Feldengel allen Grund,
stolz zu sein. Denn Kathrin Lutze konnte die Wahl zur "Miss Fire" für
den Monat Oktober für sich gewinnen und die Freude darüber ist riesig.
"Wir hätten nie erwartet, dass sie sich gegen eine Konkurrentin aus
einer so großen Feuerwehr durchsetzen kann. Zudem sind die
Internetleitungen auch ziemlich langsam in Feldengel, da dauerte ein
Voting doppelt so lange", so Kathrins Mutter, Anett Lutze, gestern
gegenüber TA mit Blick auf die Konkurrentin Heidi Wernicke aus
Sondershausen.
Seit ihrer Kindheit ist die dunkelhaarige Schönheit
schon bei der Feuerwehr dabei, absolvierte bereits Grund-, Funker- und
Truppführerausbildung. Für das nächste Jahr ist sogar ein
Maschinistenlehrgang geplant.
"Wenn´s brennt ist sie auf jeden Fall
mit dabei", erklärt die Mutter weiter. Vorausgesetzt Kathrin hat schon
Feierabend. Denn zurzeit absolviert die 21-Jährige eine Ausbildung zur
Werkzeugmechanikerin in Sondershausen. Und selbst da muss sie sich,
ähnlich wie bei der Feuerwehr, gegen ihre vielen männlichen Kollegen
durchsetzen.
Schon lange wollte die junge Frau aus Feldengel an
einer Miss-Wahl teilnehmen. Doch mit Bikini auf dem Laufsteg - das ist
auf jeden Fall nicht ihr Ding. Zudem kam auch nur eine Wahl im Monat
Oktober in Frage. Denn dann feiert nämlich sie sowie der Rest der
Familie jedes Jahr Geburtstag.
Damit die gute Stimmung in Feldengels
Löschtruppe noch eine Weile anhält, will Kathrin ihren Sieg natürlich
mit den anderen Kameraden begießen. "Im Dezember findet immer eine
Hauptversammlung in der Feuerwehr statt, da werden wir auf jeden Fall
einen ausgeben", kündigte Anett Lutze an.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 17.11.2008
Narren an die Macht
Stimmungsvoller Karnevalsauftakt im Kyffhäuserkreis / Bennebachhusener mit beeindruckendem Programm
Es
ist weder zu übersehen noch zu überhören - im Kyffhäuserkreis sind
wieder die Narren los. Mit ersten Veranstaltungen und Prunksitzungen in
Großenehrich, Sondershausen, Greußen und Allmenhausen stimmten die
Vereine die Jecken auf die Session ein. Die Großenehricher starteten im
Bürgerhaus wie jedes Jahr mit der traditionellen Damensitzung ins neue
Karnevalsjahr.
von Günther EHRHARDT
GROSSENEHRICH.
Das
Motto des Bennebachhusener Karnevalsvereins "Ist auch das Leben noch so
schwer, als Narr erträgt man vieles eher!" passt in die gegenwärtige
Zeit der Hiobsbotschaften von globaler Finanzkrise und Flauten in der
Autoindustrie. Ortsbürgermeister Bernd Kunze übergab deshalb den
Schlüssel der Stadt auch gern an das Prinzenpaar Ronald I. und Sylvia
II. Krisen lassen sich nämlich mit Humor und Witz mitunter viel besser
abschaffen. Zumindest konnten die über 160 Gäste - der
Vereinsvorsitzende Gerd Kriegshammer hatte mit 150 Leuten gerechnet -
beim über zweistündigen neuen Programm und beim Tanz mit der Band
"Mix-Dur" aus Erfurt einmal von den Alltagsproblemen abschalten.
Schunkelrunden, bei denen die Jecken voll mitgingen, gab es auch genug.
Freilich waren manche den kleinen Verzögerungen durch das neue Programm
geschuldet - der Stimmung aber bekam das im Bürgerhaus sehr gut. Und so
machte es der Moderatorin Stefanie Skor vom Damenvorstand keine Mühe,
die Gäste zum Mitmachen zu bewegen. Premiere hatte auch das kleine
Tanzmariechen Celine Wiegand. Die Achtjährige umarmte ihre Trainerin
Sandra Haltenhof, als ihr Tanz stürmischen Beifall fand. Aber auch die
Band aus Erfurt war ein Novum und ein guter Griff, was besonders bei
den Schunkelrunden deutlich wurde. Der Sketch zum Hit "Lass die Leute
reden", der Mexikanische Tanz des Männerballetts und der Tanz der
Bundeswehrsoldaten rissen die Jecken von den Stühlen. Aber auch dem
lustigen Künstlersketch aus Paris, den Prinzessin Sylvia II. und
Stefanie Skor mit Charme und Witz herüberbrachten, zollten die Jecken
großen Beifall.
Angetan war das Publikum auch vom Cowboytanz der
Kleinsten. Schon der Schwung, mit dem die Kinder einliefen,
begeisterte. Betreut werden die Steppkes von Nadine Schreivogel-Reilich
und Jens Ryska. Dank sagen möchte der Karnvalsverein aber vor allem den
Eltern. Etliche Teilnehmer stammen aus Wolferschwenda, Freienbessingen
und weiteren umliegenden Orten. Zu den regelmäßigen Proben werden sie
immer von Mama und Papa nach Großenehrich gefahren.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 11.11.2008
Närrisch
GROSSENEHRICH.
Am
Samstag startet auch der Bennebachhusener Carnevalselub ,,Grün-Gelb“ in
die neue Session. Nach dem 45. Jubiläumsjahr wird auch dieses Mal
wieder mit einem dreifachen "Bennebachhusen Helau" die fünfte
Jahreszeit eröffnet. Los geht es um 20.11 Uhr mit der 15. Damensitzung
im Bürgerhaus von Großenehrich. Das neue Motto lautet ,"Ist auch das
Leben noch so schwer, als Narr erträgt man vieles eher". Prinzessin
Sylvia, die II., sowie Prinz Ronald, der 1., und alle Mitglieder des
BCC freuen sich auf ihre Gäste.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 07.11.2008 (Auszug)
Rente für Feuerwehr wirft viele Fragen auf
Das
Versprechen von Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) anlässlich des
Jubiläums "140 Jahre Feuerwehrverband Thüringen" in Jena, eine
Extrarente für ehrenamtliche Feuerwehrleute zu schaffen, findet bei
Kommunalpolitikern Zuspruch, stößt aber auch auf Bedenken.
KYFFHÄUSERKREIS (ehr).
(...)
"Diesbezüglich
schlagen zwei Herzen in meiner Brust", betonte Ulrich Georgi,
Hauptamtsleiter der Einheitsgemeinde Großenehrich. Eine Rente für
ehrenamtliche Feuerwehrleute sei angesichts des wichtigen und schweren
Dienstes der Kameraden durchaus zu begrüßen — auch angesichts der
Nachwuchsprobleme. Andererseits hole er aber immer tief Luft, wenn
Kosten auf die Kommune zukämen: Wie soll es finanziert und an welcher
Stelle gespart werden? Auch Georgi sieht eine Zusammenlegung von
Feuerwehren als Konsequenz. (...)
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 05.11.2008
In alten Schichtbüchern geblättert
Ehemalige Mitarbeiter der Kälberaufzucht Kirchengel blickten auf historisches Ereignis zurück
Vor
40 Jahren wurde ein 25-jähriger Kooperationsvertrag zwischen den
meisten Milchbetrieben des Kreises Sondershausen, der LPG Kirchengel
und der LPG Oberweißbach zur Entwicklung einer überbetrieblichen
Stufenpro-duktion abgeschlossen.
KIRCHENGEL.
Damit
sollte die Brucellose-Sanierung abgeschlossen und die natürlichen
Bedingungen besser ausgenutzt werden. Aus Anlass dieses Jubiläums
trafen sich unlängst auf Einladung des damaligen Abteilungsleiters
Gerhard Kleinsteuber 18 ehemals in der Kälberaufzuchtanlage Kirchengel
Beschäftigte in Kirchengel. Da noch schönes Herbstwetter war, wurden —
wie Christa Briesner berichtet — vor dem Bergeraum Tische und Bänke
aufgestellt. Herr Kleinsteuber berichtete über die Entwicklung der
überbetrieblichen Kooperation. Insgesamt wurden über 47 000 Jungrinder
nach Oberweißbach geliefert und dazu etwa 53 500 Kälber in den
Betrieben des Kreises Sondershausen zugekauft. Als tragende Färsen
kehrte ein Großteil dieser Tiere wieder in die hiesigen Milchbetriebe
zurück.
Des Weiteren wurden laut Frau Briesner Höhepunkte und
Episoden aus den vielen Arbeitsjahren dargestellt. Auch Brigade-,
Schicht- und Protokollbücher machten die Runde. Herr Rainer Wüstemann,
ehemaliger Leiter der Milchviehanlage Otterstedt, erläuterte die
Entwicklung der Kälberaufzuchtanlage nach der Wende. Einige Kollegen
waren seit 18 Jahren nicht mehr hier und von deren Zustand sehr
erschrocken, ein Teil der Ställe und das Heizhaus sind abgerissen
worden. Herr Wüstemann erklärte, dass die Gebäude aus wirtschaftlicher
Sicht nicht erhalten werden konnten.
Beim gemütlichen Teil wurden
dann Würstchen gebraten und Erinnerungen ausgetauscht. Trotz schwerer
Arbeit und des Verzichts auf viele Wochenenden und Feiertage habe es
immer wieder Spaß gemacht, so Briesner, wenn man sah, dass die Tiere
prächtig gediehen.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 04.11.2008
Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk
Sparkasse spendierte Kindergarten Westerengel/Kirchengel eine IHK-TA-Spielbox Technik
Da
war die Freude groß: Dem Kindergarten Westerengel/Kirchengel sponserte
die Kyffhäusersparkasse im Rahmen der gemeinsamen Aktion von IHK und TA
ei-ne Spielbox Technik.
WESTERENGEL (sh).
Mit
goßen Augen beobachteten die Mädchen und Jungen die Szenerie, als
Sparkassenvorstandsmitglied Hans-Joachim Warnecke mit einer noch
größeren Holzkiste in den Raum des Kindergarten-Teils Westerengel
eintrat. Sowohl für die Kinder als auch für die Erzieherinnen war es
wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk: Die Kyffhäusersparkasse
beteiligte sich einmal mehr an der Aktion von der Industrie- und
Handelskammer (IHK) Erfurt sowie dieser Zeitung und schenkte der
Einrichtung eine Spielbox Technik. "Die passt genau in unser Konzept
für dieses Jahr", freute sich auch die Leiterin der Kindergarten-Teile
Westerengel und Kirchengel, Gabriele Hartnauer. Denn in ihrem Projekt
"Hilf mir, es selbst zu tun" geht es genau darum, die Mädchen und
Jungen tüfteln und ausproblieren zu lassen. Und das technische
Spielzeug der Spielbox, die von den Kindern zusammen mit Warnecke
gleich gestürmt wurde, sei eine schöne Sache, um die Feinmotorik zu
schulen.
In Westerengel betreuen drei Erzieherinnen zurzeit 31
Kinder im Alter ab 3 Jahren, in Kirchengel sind vier Erzieherinnen und
26 Kinder ab einem Jahr.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 04.11.2008
Ergiebige Niederschläge im Oktober
Über das recht schöne Oktoberwetter berichtet TA-Hobbymeteorologe Siegfried Weber aus Kirchengel.
KIRCHENGEL.
Die monatliche Durchschnittstemperatur lag mit 8,9 Grad Celsius um 0,6 Grad über dem Wert des Vorjahres, Das langjährige
Mittel liegt bei 9,7 Grad. Gegenüber dem zehnjährigen Mittel von 1996
eine leichte Erhöhung von 0,1 Grad. Die höchste Temperatur wurde am
13. Oktober mit 20,1 Grad registriert. Es gab keinen Sommertag. An
neun Tagen lag die Temperatur über 15,0 Grad. Die tiefste
Frühtemperatur wurde am 31. Oktober mit 0,3 Grad und die niedrigste Tagestemperatur am 30. Oktober mit 1,0 Grad gemessen. Leichten Bodenfrost mit Raureif gab es am 24. Oktober. Der Altweibersommer
wurde an zehn Tagen beobachtet. Recht ergiebig war unterdessen die an
zehn Tagen gemessene Niederschlagsmenge von 63,5 Liter pro
Quadratmeter. Es war der erste Monat dieses Jahres mit so viel
Niederschlag. Der erste Schnell mit 2,0 Zentimeter fiel am 30.
Oktober. Nur am 20. Oktober 1991 waren ein paar Schneeflocken
gefallen: Seit 1980 das erste Weiß bis zur Mittagszeit. Seit
Jahresbeginn wurden 374,0 Liter Niederschlag gemessen, noch zu wenig
für die Region. Recht stürmisch war es vom 1. bis 4. Oktober. An drei
Tagen herrschte kurzzeitig Nebel mit 50 Meter Sichtweite.
Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sondershausen vom 03.11.2008
Löschwasser aus Dorfbrunnen
Herbstübung der Feuerwehren Rohnstedt und Großenehrich / Stadtbrandmeisterin als fachlicher Beobachter
Sirenengeheul in Rohnstedt holte am Samstag 10.30 Uhr auch die Langsehläfer aus den Federn. Wenig später eilten Wehrführer Helge Willomeit und Stellvertreter Ingolf Kerrinnes mit den Kameraden der Einsatzabteilung zum Gerätehaus. ,,Dachstuhlbrand in einem landwirtschaftlichen Gehöft“, dröhnte es aus dem Funkgerät. Der Qualm wies den Männern den Weg.
von Günther EHRHARDT
ROHNSTEDT.
Zwar
handelte es sich um die traditionelle Herbstübung und der Rauch stammte
von einem Nebelwerfer. Doch wie im Ernstfall gaben alle ihr Bestes. Mit
dem Tanklöschfahrzeug und unter Atemschutz begannen die Rohnstedter
Kameraden zu löschen. 10.40 Uhr war dann auch die Feuerwehr
Großenehrich alarmiert worden und wenig später am Brandort
eingetroffen. ,,Unsere Kameraden haben die Aufgabe, eine
Lange-Wege-Strecke von einem Dorfbrunnen zu legen und damit den Tanker
mit Löschwasser zu versorgen“, erklärte Großenehrichs
Stadtbrandmeisterin und Wehrführerin, Gerda Werner, gegenüber dieser
Zeitung. ,,Vor allem wollen wir prüfen, wie lange der Brunnen
überhaupt Löschwasser liefern kann, wann die Wassersäule abreißt“,
fügte sie hinzu. Blitzschnell koppelten die Kameraden unter dem
Kommando des Goßenehricher Einsatz leiters
Sven Schreivogel die Sauglängen aneinander. Indes sperrten Roswitha
Liedloff und Sandy Kretschmar die Straße. Die 18-jährige Sandy wohnt in
Bad Langensalza. Die Liebe hat die junge Frau ins Dorf am Bennebach
verschlagen. Da ihr Freund Christian Ständer ehrenamtlichen Dienst in
der Feuerwehr tut, trat sie der Großenehricher Wehr bei. Auch so kann man Nachwuchs anheuern.
Im
Gehöft verfolgte Gerda Werner, wie die Feuerwehrleute kooperieren,
passte auch auf, dass nach 30 Minuten das Atemschutzteam abgelöst
wurde. Auch den Verletzten auf dem Stallboden fanden die
Floriansjünger, beförderten ihn mit der Trage zum Rettungswagen.
Gerda Werner ist zufrieden. Negatives werde sie bei der
Auswertung nicht viel zu sagen haben. Die Ubung wird auch beim Treffen
der Rohnstedter Feuerwehr, die immer am ersten Sonntag im Monat
stattfindet, ausgewertet. Nicht nur das. Arbeiten an der Technik würden ausgeführt oder einfach Klarschiff gemacht — auch mit Problemen die die Kameraden bedrücken, erzählt lngolf Kerrinnes.
Die
erfahrene Feuerwehrfrau, Wehrführerin und Stadtbrandmeistern
Großenehrichs aber bedrückt etwas. In den nächsten vier bis sechs
Wochen muss in Großenehrich der Stadtbrandmeister gewählt werden.
Einen neuen Bewerber aus Kirchengel gab es schon bei der letzten Wahl.
Diesmal aber müsse sich der Mann, der in der Einheitsgemeinde bereits
als Nachfolger ,,gehandelt“ würde, keine Sorgen machen: ,,Ich
bewerbe mich nicht noch einmal“, erläuterte die Fachfrau auf TA-Anfrage
am Rande der Ubung. Eines aber kränke sie sehr. Noch sei der Neue nicht
gewählt und auch nicht im Amt. Dinge, die die Feuerwehren der
Einheitsgemeinde beträfen, aber gingen bereits jetzt schon an ihr
vorbei.